DIE FAHRER


PORSCHE 991 GT3 R #30

  • Sabine Schmitz - SPEEDBEE

    Sabine Schmitz - SPEEDBEE

    Porsche 991 GT3 R #30

    Geburtstag: 14.5.1969
    Wohnort: Barweiler (D)
    Familienstand: Ledig
    Beruf: Selbständig im Motorsport
    Hobbies: Ranch, Helikopter, Tauchen

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    Als Lebenspartnerin von Klaus Abbelen gehört „die Queen vom Nürburgring" von Beginn an zum Team Frikadelli Racing. Die Nordschleife ist ihre Heimat, denn sie wuchs in Sichtweite der Traditionsrennstrecke auf – und als Stammgäste im elterlichen Hotel „Am Tiergarten" gehören die berühmtesten Rennfahrer der Welt quasi zur Familie. Schon früh drehte Sabine selbst ihre Runden in der „Grünen Hölle", anfänglich noch mit dem Auto der Mutter. Ihr besonderes Talent blitzte schon damals auf.

    1990 ging sie erstmals in der heutigen Rundstreckenchallenge Nürburgring an den Start und holte gleich drei Gesamtsiege – ein Erfolg, der ihr auch 1991 gelang. Dass sie auch auf anderen Strecken als der Nordschleife schnell ist, bewies Sabine parallel dazu im Ford Fiesta Mixed Cup: Sie gewann die Einzelwertung der Damen. Gemeinsam mit Thomas Marschall sicherte sich die Eifelanerin ein Jahr später auch den Meistertitel.

    Trotz Ausflügen in den südafrikanischen Tourenwagen-Cup (1995) und zu brasilianischen Sportwagenrennen (1999): Das bevorzugte Revier von Sabine Schmitz ist und bleibt die Nordschleife, hier geht sie vor allem in der Langstreckenmeisterschaft (VLN) sowie beim 24-Stunden-Rennen an den Start. 1996 gelang ihr eine Sensation: Als erste Frau gewann sie den Marathon-Klassiker – und wiederholte diesen Erfolg gleich im nächsten Jahr. 1998 entschied sie auch die VLN für sich. Logisch, dass dies vor ihr noch keiner Fahrerin gelungen war.

    Danach machte Schmitz lange Zeit als berühmt-berüchtigte Chauffeurin des Ringtaxis von sich reden – und lehrte Tausenden begeisterten Mitfahrern das Fürchten. Bis heute, so die aktuelle Schätzung, hat sie mehr als 30.000 Runden auf der schönsten und anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt abgespult.

    Am Steuer eines Topfahrzeugs kehrte Sabine Schmitz erst gemeinsam mit Klaus Abbelen und dem Frikadelli-Porsche 911 GT3 in die VLN zurück. Seither liest sich die Bilanz in dieser hart umkämpften Serie beeindruckend: Über 20 Top-3-Platzierungen fuhr das in Barweiler angesiedelte Team bis heute ein, darunter fünf Gesamtsiege. Große Beachtung fand auch ihr Gaststart in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft, bei dem sie auf der Nordschleife unter die besten Zehn fuhr.

    Auch abseits der Rennstrecke ist die begeisterte Helikopter-Pilotin, Reiterin und Chefin der „Eifelranch am Ring" längst einem weltweiten Fernsehpublikum bekannt – zum Beispiel als Moderatorin diverser Autoformate oder auch als Gast in der britischen Kultsendung Top Gear.

  • Alex Müller

    Alex Müller

    Porsche 991 GT3 R #30

    Geburtstag: 20.1.1979
    Wohnort: Bottighofen (CH)
    Beruf: Rennfahrer, Instruktor

    Alex Müller sammelte 1989 im Kartsport erste Erfahrungen, 1994 wurde er Vize-Weltmeister. Ein Jahr später wechselte er in die Formel Junior. Seine Karriere setzte sich klassisch bis in die damalige Formel 3000 und zu F1Testfahrten fort. 2005 gewann er die italienische Formel 3-Serie. Seit 2004 ist Alex im GT-Sport aktiv und fest etabliert. Er fuhr unter anderem in der GT1-WM sowie in der Blancpain Endurance Series und nahm an den 24-Stunden-Rennen in Le Mans, Spa und auf dem Nürburgring teil. Seine Liebe zur Nordschleife hat er von seinem Vater, der mit ihm regelmäßig auf dem Traditionskurs unterwegs war.

  • Klaus Abbelen

    Klaus Abbelen

    Porsche 991 GT3 R #30

    Geburtstag: 15.9.1960
    Wohnort: Tönisvorst (D)
    Familienstand: Ledig
    Beruf: Unternehmer
    Hobbies: Tennis, Reiten, seine Band

    Die Rennkarriere von Klaus Abbelen begann auf zwei Rädern: Von 1979 bis 1986 ging der erfolgreiche Unternehmer bei Motorradrennen an den Start und scheute auch dort vor den schweren Geräten nicht zurück – so gelang ihm zum Beispiel in der Deutschen Straßenmeisterschaft ein dritter Rang in der Superbike-Kategorie.

    Beruflich stark eingespannt, legte Klaus danach eine Motorsportpause ein – um 1998 im Auto zurückzukehren. In der Ferrari-Porsche-Challenge ließ er gleich in seiner Debütsaison mit Rang vier aufhorchen. Dem folgte ein Jahr später im Porsche 911 GT2 Platz zwei, dann Position drei und 2001 schließlich der Meistertitel sowie der Plan, in professionelleren Serien an den Start zu gehen.

    Nächste wichtige Station: die FIA GT-Weltmeisterschaft. Hier teilte sich der Tönisvorster 2003 eine Dodge Viper GTS-R mit den Holländern Arjan und Rob van der Zwaan. In Donington überquerte das Trio die Ziellinie als Zweites und fuhr im Laufe einer durchwachsenen Saison weitere Top-10-Ergebnisse ein. 2004 fuhr Klaus mit Zwaan’s Racing nur die ersten fünf Läufe, bevor er zu Konrad Motorsport wechselte und für das ostwestfälische Team mit einem Saleen S7-R das 1000-Kilometer-Rennen der Le Mans-Serie auf dem Grand Prix-Kurs des Nürburgrings bestritt. Auch hier kam nach einem Ausfall kaum etwas Zählbares heraus. Briten nennen Jahre wie diese gerne „charakterbildend".

    2005 hatte Abbelen von den Experimenten genug: Er wechselte zurück in den Neunelfer und ging bei acht Läufen des Porsche Supercup an den Start – eine Serie im Rahmenprogramm der Formel 1, in der sich fast durchgehend Profis balgen. Obwohl ihm vier Rennen fehlten und noch ein Ausfall hinzu kam, reichte es am Ende für Rang 13.

    Zeitgleich geschah noch etwas: Klaus gründete mit Frikadelli Racing sein eigenes Team und nahm gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Sabine Schmitz im modifizierten Supercup-911 GT3 vier Läufe der damaligen BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft in Angriff – die letzten beiden Rennen beendete das Duo jeweils auf Platz vier in der Gesamtwertung. Damit war der Hobbymusiker, Helikopter-Pilot und passionierte Reiter endgültig auf der Nordschleife angekommen. Seither gehört der Frikadelli-Porsche sozusagen zum Inventar der VLN,wo er bis Ende 2015 fünf Gesamtsiege einfuhr, und des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring. Bei dem Langstreckenklassiker gelang ihm 2008 der Sprung aufs Podium. 

     

  • Lance David Arnold

    Lance David Arnold

    Porsche 991 GT3 R #30

    Geburtstag: 8.6.1986
    Wohnort: Duisburg (D)
    Beruf: Rennfahrer, TV-Moderator

    Lance David Arnold kennt die Nordschleife des Nürburgrings wie seine Westentasche: Bereits sieben Mal konnte sich der Rennprofi und VOX-TV-Moderator aus dem Ruhrgebiet als VLN-Laufsieger feiern lassen.

    An seinem großen Traum – dem Gewinn des 24-Stunden-Eifelklassikers – schrammte der 31-jährige Duisburger in den vergangenen Jahren mehrmals nur knapp vorbei. Die meisten dieser Erfolge fuhr Lance David Arnold auf einem GT3-Mercedes ein. Mit der Rückkehr in den Porsche 911 schließt sich für ihn so etwas wie ein Kreis: Seine Profikarriere begann 2005 als Porsche-Junior im Carrera Cup.

  • Matt Campbell

    Matt Campbell

    Porsche 991 GT3 R #30

    Geburtstag: 17.2.1995
    Wohnort: Warwick (AUS)
    Beruf: Porsche Young Professional


    Matt Campbell hat die klassische Rennfahrerausbildung genossen: In seiner Heimat durchlief der heute 23-Jährige wichtige Formelserien, bis er sich 2014 für Autos mit einem Dach über dem Kopf entschied.

    Im Porsche Carrera Cup Australia gewann er prompt die B-Klasse, 2016 holte sich der 1,84-Meter-Mann den Titel und stieg im Folgejahr ganz offiziell zum viel beschäftigten „Porsche Young Professional" auf: Den Supercup schloss er mit vier Laufsiegen als Dritter ab. Im deutschen Carrera Cup ging er zwei Mal an den Start und gewann ein Rennen inklusive Pole Position und schnellster Runde…

  • Wolf Henzler

    Wolf Henzler

    Porsche 991 GT3 R #30

    Geburtstag: 5.4.1975
    Wohnort: Nürtingen (D)
    Beruf: Rennfahrer


    Wolf Henzler bringt reichlich Erfahrung und Reife aus fast 30 Jahren Motorsport mit: 2004 gewann der heute 43-Jährige den Porsche Supercup, 2005 von der Pole-Position das 24-Stunden-Rennen in Daytona und 2006 den Porsche Cup als erfolgreichster Privatfahrer – und so ging es weiter...

    Kein Wunder, dass Porsche den Schwaben 2008 zum Werksfahrer beförderte, was er unter anderem mit Siegen bei den Langstreckenklassikern in Le Mans und Spa sowie dem Gewinn der American Le Mans-Serie dankte. Beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gelangen ihm mehrere Podiumsplätze, so 2015, als er Dritter wurde.